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UniMC Linz Diskussion „Social Media Chancen und Herausforderungen“

Uni Management Club Linz lud gestern zu einer Podiumsdiskussion zum Thema, (oh wunder) „Social Media – Chancen und Herausforderungen für unsere Geschäfts- und Arbeitswelt“.

Franz Seyrlehner von WKO Oberösterreich moderierte und stellte folgende Fragen an die Diskutanten:
Alex Schönburg | CEO Agency 4E7
Oliver Sonnleithner | CEO karriere.at
Meral Akin-Hecke | Vorstand Digitalks
Josef Vogelsam | CEO Mediazone Advertising

Meine Sichtweise findet ihr hier, die Livetweets der Veranstaltung werde ich auch noch integrieren. Ich war sehr erfreut zu hören, dass die Hälfte des Saals voll mit WirtschaftsstudentInnen schon twittert.

Brauchen wir Social Media überhaupt?

Social Media bedeutet ein Umdenken, bisher lief es so: Firma schickt Informationen über sich selbst „Wir sind super, komm, kauf uns!“. Jetzt läuft es ein wenig anders. Unsere Zielgruppe ist vernetzt, und will aktuelle Inhalte & Daten von uns unmittelbar erhalten; wenn sie Wünsche & Beschwerden haben, wollen sie direkt Feedback geben; und sie wollen Gehör finden. Das Umdenken heißt: wir haben jetzt kostengünstige und effiziente Interatkionsmöglichkeiten mit unseren Kunden, Partnern, und Lieferanten, die wir nutzen können, um uns zu vernetzen, eine Community aufzubauen, unsere Produkte zu lancieren, mit Hilfe von Kunden zu verbessern und zu adaptieren etc.

Social Media steht für die Veränderung in der Kommunikationsweise und die Öffnung der Kanäle in beide Richtungen. Vor Web 2.0 habe ich Information in eine Richtung hinausgeschickt und konnte die unmittelbaren Reaktionen und Feedback nicht hören. Darüberhinaus wird durch Social Media die Weiterleitung von Inhalten für jeden erleichert.

Welche Kompetenzen braucht es, was sollten Social Media Guidelines beinhalten?

Unternehmenskommunikation setzt sich aus vielen Bereichen zusammen, da spielen PR, Marketing, Customer Service, interne Kommunikation und weitere eine wesentliche Rolle. Bisher war die Kommunikation mit Kunden/Partnern/Lieferanten diesen spezifischen Abteilungen vorbehalten. Andere Abteilungen wurden für fachlichen Rat und Input herangezogen. Durch Social Media wird immer mehr notwendig, dass MitarbeiterInnen, die nicht hauptberuflich für die Kommunikation tätig sind, eine Kommunikationsrolle übernehmen. Als Unternehmen würde ich mir an erster Stelle durch den Kopf gehen lassen, welche Kanäle gibt es, welche Kanäle nutzen unsere MitarbeiterInnen schon, in welchen Kanälen sollten wir als Firma aktiv werden, welche sollten wir beobachten. Daraus ergeben sich konkrete Vorstellungen wie unsere MitarbeiterInnen ausgebildet sein sollen, wichtig ist die MitarbeiterInnen schon vor dem Social Media Einsatz mit der jeweiligen Plattform vertraut zu machen.

Meiner Meinung nach bringt Social Media am meisten, wenn die Beteiligten den Nutzen auch für sich selbst entdecken. z.B. wenn es ein Unternehmensblog geben soll und mehrere Personen werde gebeten hier aktiv mitzuschreiben, reicht es nicht ihnen zu erklären, wie sie ein Blog bedienen, sondern, das Verständnis entsteht erst, wenn sie selber Blogs lesen und von Blogs profitieren, dieser Nutzen verleitet dazu, selbst aktiv zu werden und Blogbeiträge zu schreiben.

Eigentlich sind die Fertigkeiten auf Social Media nicht die primären Herausforderungen sondern die Umstellung auf das neue Verständnis durch Social Media: das offene und öffentliche Kommunizieren, das Teilen von Wissen ohne konkrete Beauftragung, das Kombinieren von Wissen, das vorhanden ist, und das Herleiten von Neuem.

Social Media erzieht uns dazu, kritische Bürger und Beteiligte zu sein, der Zustand des „passiven Konsumenten“ verwandelt sich in einen aktiven. Durch Social Media haben wir die Kanäle, unsere Botschaft rauszubringen, das gibt uns die Freiheit diese Kanäle zu nutzen, andererseits auch die Verantwortung, wie wir sie nutzen.

Weiterentwicklung von Social Media – welche Herausforderungen ergeben sich für Wirtschaft und für StudentInnen?

Erste und wesentliche Veränderung sehe ich in der Bewältigung unserer Tätigkeiten, wie die jüngere Generation sich mit neuen Technologien befasst und diese in das eigene Leben integriert, solche Erneuerungen werden von Unternehmen auch erwartet. z.B. Facebook ähnliche Plattformen für firmentinterne Kommunikation, Twitter ähnliche Plattformen, um auf dem Laufenden zu bleiben, mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen und zu pflegen. Für Firmen wird die Herausforderung darin bestehen, diese Technologien zu verinnerlichen und sie in den Arbeitsalltag zu integrieren.

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