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Ungeteilte Aufmerksamkeit f├╝rs morgen/Teil3*

von 21. Oktober 2007 Kein Kommentar

Wir sollen anfangen, Technologie daf├╝r zu nutzen, uns zu vernetzen, um eine lebenswertere Welt zu schaffen. Dabei ist eines wichtig, dass wir die Welt immer mit unseren Augen betrachten und nicht durch die dar├╝ber gelagerte Technologie. Die Neugierde f├╝r Andersartige muss uns bei unseren Entdeckungen begleiten, nur so kommen wir in neue und andere Welten. Nur so sind wir bereit, uns mit Andersartigen zu befassen und uns dabei wohlzuf├╝hlen. Diese Gabe hilft uns dabei, die M├Âglichkeiten der vernetzten Welt wahrzunehmen. Bald leben wir in einer ganz anderen Welt, unsere Arbeitsweisen und Berufe ├Ąndern sich, die Medien und der Medienkonsum ├Ąndert sich. Da schreitet der Einsatz von neuen Technologien und neuen Medien mit rasendem Tempo voran, und wir k├Ânnen es nicht verhindern, dass sie in alle Bereiche unseres Lebens eindringen.

Wenn ich nur Menschen beim Autofahren beobachte, wie sie ohne Headset telefonieren, dann wird mir richtig ├╝bel, nach zehn Jahren Handynutzung sind wir noch immer nicht imstande, diese Kleinigkeit in unseren Alltag einzubauen. Die Ver├Ąnderung beginnt im Kopf und nicht in der Technik, die wir in der Hand halten.

Unsere ungeteilte Aufmerksamkeit soll unseren Mitmenschen gelten. Schlie├člich leben wir auf dieser ersten Welt unter den echten Menschen. Im Leben kann alles passieren, Krankheiten, Unf├Ąlle, Verluste, nur diese echten Menschen fangen uns auf und helfen uns weiter. Gehen Sie zu den Menschen, die Sie lieben, und zeigen Sie ihnen, dass Sie f├╝r sie da sind, schenken Sie ihnen Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Da wo menschliche Interaktion stattfindet, passiert auch Emotion und nur dann entsteht eine Beziehung. Virtuell funktioniert es genauso, es geht immer um die menschliche Interaktion. Das ist der Sinn des Lebens. Nur so haben wir eine Zukunft.

*Mein „Brief an die Zukunft“ wurde am 22./23. September im Standard-Karriereteil unter der von OMV finanzierten Rubrik „Freiraum f├╝r Zukunftstr├Ąume“ ver├Âffentlicht. Hier ist der ganze Brief.

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