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Ein Barcamp Stream vom Traunsee

Wow, das war ein Event. Wie ich schon sagte, ich war selber verblüfft, dass in so einer kurzen Zeit sich so viele (an die 40) für Barcamp Traunsee entscheiden konnten und es trotz (oder dank) räumlicher Begrenzungen ein voller Erfolg wurde. Danke allen Anwesenden und Beitragenden insbesondere unseren Sponsoren Telekom Austria, Greentube, SystemOne, Freewave, Future Bytes, neturalcommunication, Semantic Web Company, Hotel Post und Klosterstube in Traunkirchen.

Jana Herwig’s Impressions zu Barcamp Traunsee 2008
Jana Herwig’s MashUp vom Barcamp Traunsee

So ich mach’s ganz kurz, weil ich gemerkt habe, dass andere schon so wunderbare und wunderwitzige Reviews geschrieben haben, ich schreib’s in Stichworten:

  • ab und zu ist herrlich ein kleines Barcamp zu besuchen
  • wo die Hektik, welche Session man als nächsten besucht, wegfällt, da nur ein Track vorhanden ist
  • dies erzeugt eine ganz neue Art von Dynamik in der Gruppe
  • da jeder / jede eigentlich fast immer anwesend ist, verfolgt er/sie auch Themen bzw. Diskussion, denen er / sie normalerweise nicht beiwohnen würde
  • es entsteht eine viel interessantere und breitere Diskussion

Was ich noch zu der Organisation von Barcamps sagen möchte:

  • man kann’s auch alleine versuchen, aber am Besten funktioniert es mit einem Team, bei uns im Team waren Jana (maßgeblich bei Barcamp Logo, Tshirts und Sponsoren), Max, Helge und Michael Schuster mit (Rat und Tat) , großes Dankeschön
  • warum eigentlich muss alles gesponsert werden, die Idee kam beim Event, es könnte ausreichend sein: location, beamer, wlan, getränke und den rest zahlt jeder selber, was denkt ihr?
  • barcamps, vielleicht weil sie nichts kosten, vielleicht weil es keine strikten Anmeldeprozeduren vorgeschrieben sind, werden in der community nicht so ernst genommen wie andere Veranstaltungen, dies beginnt, das manche sich am Barcamp Wiki gar nicht anmelden, obwohl das überall auch steht. Man kann sich ja schon mal unter “vielleicht” anmelden, um die Organisation zu erleichtern. Und dann wird die eigene Anmeldung sehr selten wieder korrigiert, falls jemand nicht kommt, einfach abmelden. Sonst artet das in ein Maus-und-Katzspiel, die Organisatoren versuchen vergeblich, drauf zukommen, wer jetzt wirklich kommt und wer nicht.

Ich bin (muss echt gestehen) stolz, dass wir in 50 Tagen (vom 3. Juli bis zum 22. August) ein sehr gut vernetztes Barcamp auf die Beine gestellt haben. Siehe auch die Feedbacks auf der Barcamp Wiki Seite, Teilnehmer&innen kamen aus Wien, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Kärnten, Steiermark, der Schweiz, und der aus Tirol konnte leider wg. Unfall nicht ankommen.

Ich bin jedesmal beeindruckt, wie verschieden die Barcamps voneinander sind, mein erstes Barcamp war in Wien WerkzeugH mit 50 TeilnehmerInnen, wo ich mit dem Barcamp Virus infiziert wurde, und seither schwärme ich von diesem Format. Besonders liebe ich, wenn es spontan, kurzfristig und ohne viel Vorbereitungszeit ausgerufen wird. Deswegen mein Appell, macht auch Barcamps zwischendurch, die aus der Reihe tanzen, damit nicht alles wieder in bekannte und starre Bahnen fliesst. Da ist gleich mal das FlipCamp, Idee von Robert Lender als neues Format zu erwähnen.

Notiz: die Fotos zum Jana Herwig’s MashUp stammen von Stefan Kuzmanov, Robert Lender und Max Kossatz. Danke!

6 Kommentare »

  • Das BarCamp Traunsee war von allen (3) BCs, die ich bisher besucht habe, das schnuckeligste, aber auch dichteste und anregendste. Dazu hat sicher die “Intimität” des Rahmens beigetragen.
    Was die ganzen organisatorischen Fisimatenten angeht: Wichtig sind für mich – in dieser Reihenfolge – die Menschen, die Ideen, die Diskussionen. Was nötig ist, um diese zusammen und zustande zu bringen, sollte gemacht werden. Alles andere ist Folklore.

  • Jana sagt:

    Yeehaw! Danke an dich als the Queen of BarCamp vor Ort:-) Die Impressionen oben verwenden übrigens Bilder von Stefan a.k.a. http://www.vollwertmedia.at, Max http://flickr.com/photos/karli2000/ und Robert Lender, http://flickr.com/photos/lender

  • Meral sagt:

    @Markus @Jana
    Danke für die Blumen, ich sag auch immer ein Barcamp lebt von den Menschen;-)

  • Jana sagt:

    Und nochmal @Markus: So isses. Weiterhin: Selbstorganisation rules. In der Feedbackrunde tauchte ja auch nochmal die Frage auf, ob jetzt Diskussion oder Vorträge richtig sind oder alle Vorträge “ausreichend offen für Diskussionen” waren (ich glaub von Michael Schuster kam das). Vielleicht überinterpretier ist das jetzt, aber ich wäre in jedem Fall *gegen* einen Präsenationsstilkodex – für mich macht es wiederum die Mischung, denn es gibt soviel Präsentationsstils wie Menschenarten, multipliziert mit beruflichen Identitäten, und schätze frei fließende Diskussionen ebenso wie die Möglichkeit, von jedem, der was zu präsentieren hat, in ununterbrochener Rede was zu erfahren. Was zu erzaehlen haben (as decided by the presenter) und sich einlassen auf das, was präsentiert wird (und so ggfls. den Horizont erweitern), das kennzeichnet für mich den Wert von BarCamps. Schön, fänd’ ich, wenn es immer genug Platz und Zeit gäbe für alle, die was präsentieren wollen – Entscheidungen für oder gegen einzelne Vorträge (auch auf dem Weg der Diskussion) sind oft Entscheidungen für einen (sich ad hoc etablierenden) Mainstream.

    Zurück zur Diss #procrastination…

  • Danke für die Erwähnung von FlipCamp. Dieses geht ebenso in die Richtung, dass weniger durchaus mehr sein kann.
    Das BC Traunsee war – kurz gesagt – super.
    Wenn es hilft eine größere Vielfalt an BarCamps durchzuführen, dann hätte ich nichts gegen die von dir vorgeschlagene Lösung: Jemand sorgt sich um Raum und ein Mindestmaß an Infrastruktur. Essen und Co. kann ich schon selbst bestreiten.
    Denn es geht doch um die BarCamp Idee, sprich die Organisationsform der Sessions.
    Wobei das Eine nicht das Andere ausstechen soll. So haben für mich BarCamps wie das bei Microsoft (mehrere Seminarräume, große Lounge, dadurch viel Freiraum,…) und das am Traunsee (ein Raum, dichte Atmosphäre (positiv!), kleine Gruppe an Interessierten,.) beide seinen Reiz.

  • [...] interessanten Nachtrag zum Binnen-I verfasst, Georg ist genauso gespannt auf Buddypress wie ich, Meral hat alle Nachberichterstattungs-Links zum Barcamp gesammelt, Helge zeigt sich ausgesprochen angetan [...]